Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!

Zeit haben – sich Zeit nehmen.

Sich Zeit lassen, wenn man etwas Schönes sieht. Länger stehen bleiben, wo Heilvolles geschieht. Spontan bleiben und sich dazu setzen, wenn man eingeladen wird.

Wie oft sagen wir „Jetzt hab´ich grad keine Zeit!“ Manchmal ist es so, leider! Da haben wir Verpflichtungen und Termine, die nicht einfach abgesagt werden können.

Aber es gibt wohl bei jedem und jeder immer auch ein Quantum an Zeit, das uns zur freien Verfügung steht. Und die Frage ist bewusst oder unbewusst im Alltag zu beantworten: Wozu nutze ich die Zeit? Wofür WILL ich mir Zeit nehmen? (und damit inbegriffen die Frage: wofür will ich mir NICHT Zeit nehmen?) Manchmal werde ich meinen inneren Schweinehund überwinden müssen,
um etwas „Sinnvolles“ oder Schönes zu tun. Manchmal werde ich sog. ZeitDieben (Menschen, die uns ungefragt in Beschlag nehmen oder zu-texten) Grenzen setzen müssen.

Wofür WILL ich mir also Zeit nehmen? Heute, an diesem Tag, in dieser Woche, in der vor uns liegenden Sommerzeit? Diese Frage will immer neu von uns beantwortet werden, egal in welchem Alter wir uns gerade befinden. Nicht umsonst heißt es z.B. öfters: „Rentner haben keine Zeit!“. Weil sie sich auch in vielfältige Aufgaben einspannen oder einspannen lassen.

Zeitverschwender“ zu sein, das könnte eine lohnenswerte Herausforderung in dieser Sommerzeit sein! Zeitverschwender sein, wenn jemand deine Liebe braucht, deine Hilfe oder deinen Trost.  Zeitverschwender sein, wenn dir Trauer oder Leid begegnen. Zeitverschwender sein, wenn es um die Zeit mit Kindern oder Enkel geht. Oder um eine Beschäftigung, die dir selbst gut tut. Und
manchmal könnte die Zeit auch so gefüllt werden:

Öfter mal: faul sein
und nicht funktionieren,
sich sinnlos und zweckfrei
im Trödeln verlieren!
Einfach mal: warten,
was so passiert,
wenn man im Liegen
den Himmel fixiert!
Nur einfach: da sein,
dankbar und froh
und wissen, die Erde,
sie dreht sich auch so!
(Jörn Heller)

Eine schöne SommerZEIT wünsche ich Euch!
Pfarrer Uwe Six


Unser Titelbild - die Weißensberger Halde

Unser Titelbild – die Weißensberger Halde

Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?
Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.

Jesaja 43,18-19

Jahreslosung 2022

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