Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!

„Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“

Mit der Jahreslosung für 2021 begrüßen wir Sie ganz herzlich auf unserer Homepage.

Es ist zäh geworden, kraft-zehrend, ermüdend – das Warten auf ein Ende von Lockdown und all den Beschränkungen unseres Lebens. Ich merke es mittlerweile bei der Gottesdienstvorbereitung: Sie kostet gerade mehr emotionale Kraft. Sich aufraffen. Sich energetisch aufzuladen angesichts der Situation mit Abstand, Maske und ohne Gemeindegesang.

Durch den Sinn ging mit das Bibelwort aus dem 1. Korintherbrief:

„Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Wir als Nachkriegsgeneration sind es nicht gewöhnt, ein Leben mit Verzicht und Entbehrung. Manchen macht das Virus und mögliche Mutanten, gegen die möglicherweise die Impfung nicht hilft, Angst. Unser Leben ist plötzlich alltags-bedroht und –gefährdet. Zerbrechlicher geworden. Deswegen tut es gut, das biblische „Fürchte dich nicht!“ zu hören, das uns vielfältig zusagt, dass der ewige Gott uns begleitet und nahe ist – egal wie unsere Lebensumstände sind.

Den Geist der Kraft, den brauchen wir. Den wünschen wir uns, für den manchmal mühselig gewordenen Alltag. Den Geist der Kraft – gegen die Einsamkeit. Den Geist der Kraft – für das Homeoffice mit kleinen Kindern. Den Geist der Kraft – für den Dienst in Schulen und anderen sozialen Einrichtungen.

Den Geist der Liebe, den können wir uns gegenseitig schenken. Indem wir in dieser Krise zusammenhalten. Als Gesellschaft an einem Strang ziehen, um gemeinsam diese schwierige Zeit gut zu überstehen. Manchmal scheint mir der Protest gegen Maßnahmen doch sehr ich-bezogen zu sein – und das große Ganze gerät aus dem Blick.

Der Geist der Besonnenheit ist nötig, damit wir das große Ganze sehen. Die Ruhe bewahren. Den Menschen neben mir wahrnehmen und ihm geben, was er vielleicht gerade nötig hat. Und auch den Politikern zuzugestehen, dass sie zum Wohle der Gesellschaft beraten und Entscheidungen fällen . Es wird wohl zunehmend schwerer werden, besonnen zu bleiben, je länger die Einschränkungen  anhalten.

Ich wünsche uns, dass wir be-Geist-ert werden, mit dem Geist der Kraft, dem Geist der Liebe und dem Geist der Besonnenheit.

Seien Sie herzlich gegrüßt,

Pfr. Uwe Six

 

 

Kontakt  |  Impressum

 

Zum Vergrößern bitte das
entsprechende Bild anklicken