Kino


Im Pilgerzentrum Scheidegg – Beginn jeweils um 20 Uhr — Eintritt frei — Spenden erbeten


Samstag, 30. Juni
„Ewige Jugend“
Spielfilm, Paolo Sorrentino, F – GB – I – CH 2015, FSK 12 Jahre, Empf. 16 Jahre, 124 min

Samstag, 28. Juli
„St. Jacques – Pilgern auf Französisch“
Spielfilm, Coline Serreau, Frankreich 2005, FSK: 6 Jahre, Empf. 12. Jahre 104 min

Samstag, 11. August
„Verstehen Sie die Béliers – Eine Familie mit Herz“
Spielfilm, Éric Lartigau, Frankreich 2014, , FSK: 0, Empf. 12. Jahre, 101 min

Samstag, 25. August
„Die Friseuse“
Doris Dörrie, Deutschland 2010, FSK 0, Empf. 12 Jahre, 108 min

Samstag, 8. September
„Dein Weg – vom Suchen und Finden auf dem Jakobsweg“
Spielfilm, Emilio Estevez, Spanien, USA 2010, , FSK 12, Empf. 12 Jahre, 117 min


Kommentar von Dr. Stepien

Gute Filme sind mehr als Unterhaltung. Ganz im Gegenteil: Während Unterhaltung uns eher unten hält, müde und schwer macht, kann ein guter Film uns beflügeln, erleichtern, aufwecken und uns körperlich energetisieren. Gute Filme können wie eine Art Therapie sein und zeigen Wirkungen auf Körper und Seele. Diese körperlich-seelischen Wirkungen hat jeder schon einmal erlebt, den ein Film gepackt und ergriffen hat.

Filme können uns zu Tränen rühren, uns wütend machen, traurig oder heiter stimmen, uns zum lachen bringen, uns sexuell erregen, uns Angst machen und erschrecken, uns ermutigen den eigenen Weg zu gehen, sie können uns auf den Magen schlagen und zu Herzen oder an die Nieren gehen und wie neueste wissenschaftliche Studien zeigen, erhöhen romantische Filme das weibliche Geschlechtshormon Progesteron, während Actionfilme den männlichen Testosteronspiegel in die Höhe treiben. Manche Filme sind wie Spiegel unserer Seele und unseres Geistes. Sie machen uns unsere existentiellen Ängste und Verzweiflungen bewusst, aber auch unsere Hoffnung und Zuversicht.

Der richtige Film zur richtigen Zeit kann mir helfen, mich ein Stück besser kennen zu lernen und unbewusstes bewusst zu machen. So vermag ein Film Hilfe zur Selbstwerdung und Individuation zu sein und mir zu zeigen, wer ich bin und wer ich womöglich noch sein könnte.

Damit diese heilsamen Wirkungen von Filmen  sich entfalten können, bedarf es wie beim bewußten Musikerleben der richtigen inneren Einstellung und der günstigen äußeren Bedingungen („Set und Setting“).

Das häusliche Wohnzimmer und der Fernsehapparat eignen sich nur schlecht für dieses Anliegen. Das Fernsehprogramm mit Werbeunterbrechungen ist völlig ungeeignet. Der Fernseher oft zu klein, der Ton zu dünn, so dass sich keine eindrückliche Wirkung entfalten kann.

Optimal ist der Kinosaal mit der großen Leinwand, dem satten Sound und den anderen Menschen, die mit dem gleichen Anliegen hier sind. Hier entsteht ein (morphogenetisches) Feld, in dem sich die therapeutische Wirkung von Filmen optimal entfalten kann.

Diese Raumbedingungen mit dem abgedunkelten Licht und dem Fokus auf die große Leinwand führen wie von selbst zu einer Art Alltagstrance, die unsere Aufmerksamkeit bündelt, so dass ein Film tief in uns eindringen und wirken kann. Diese äußeren Bedingungen helfen enorm, uns auf den Film einzulassen und ihn in uns einzulassen, so dass wie ein Teil des Filmes und der Handlung (Identifikation) werden können.

 

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