Kino

Kinderkino – Samstag, 01. Juli 2017, 15:00 Uhr

Mister Twister – Mäuse, Läuse und Theater
Spielfilm, Barbara Bredero – Niederlande 2015, FSK 0 Jahre, Empf. ab 6 Jahre, 73 min

Der Referendar Herr Kees und seine Sechstklässler sollen das traditionelle Theaterstück am Ende des Schuljahres aufführen. Eigentlich eine prima Idee. Die Klasse freut sich schon auf lustige Probestunden draußen im Freien mit ihrem Lieblingslehrer und hofft auf viel Spaß. Doch dann wird klar, dass die strenge Schulleiterin ein schrecklich langweiliges mittelalterliches Stück gewählt hat und die Proben in dem staubigen Theaterraum eines Altenheims stattfinden sollen. So was Langweiliges! Zum Glück lässt sich Kees von seiner Klasse davon überzeugen, die Handlung durch viel Improvisations-Freiheit abzuwandeln. Und als dann die gelangweilten Bewohner des Seniorenheims eingebunden werden und aufblühen, haben alle Beteiligten wirklich Spaß. Natürlich gibt es daneben in der Schule selbst noch viele aufregende Ereignisse, von der Rückkehr der alten Klassenlehrerin über den Eingangstest für die weiterführende Schule bis hin zur seltsamen Läuse-Plage.


Im Pilgerzentrum Scheidegg – Beginn jeweils um 20 Uhr — Eintritt frei — Spenden erbeten


Samstag, 3. Juni

„Die Herbstzeitlosen“

Spielfilm, Bettina Oberli, Schweiz 2006, FSK 0 Jahre, Empf. ab 12 Jahre, 86 min


Samstag, 17. Juni

„Wer früher stirbt, ist länger tot“

„Spielfilm, Marcus H. Rosenmüller – Deutschland 2006, FSK 6 Jahre, Empf. ab 12 Jahre, 101 min


Samstag, 1. Juli

„Comedian Harmonists“

Spielfilm, J. Vilsmaier, Deutschland 1997, FSK 6 Jahre, Empf. ab 12 Jahre, 124 min


Samstag, 22. Juli 15. 00 Uhr

„Das Labyrinth der Wörter“

Spielfilm, Jean Becker – Frankreich 2010, FSK 6 Jahre, Empf. ab 14 Jahre, 79 min


Samstag, 5. August

„Chocolat“

Spielfilm, Lasse Hallström – USA 2000, FSK 6 Jahre, Empf. ab 12 Jahre, 121 min


Samstag, 19. August

„Willkommen bei den Sch´tis“

Spielfilm, Dany Boon – Frankreich 2008, FSK 0 Jahre, Empf. ab 14 Jahre, 102 min


Samstag, 2. September

„The Help“

Spielfilm, Tate Taylor – Indien, Vereinigte Arabische Emirate, USA 2011, FSK 0 Jahre, Empf. ab 14 Jahre, 146 min


Kommentar von Dr. Stepien

Gute Filme sind mehr als Unterhaltung. Ganz im Gegenteil: Während Unterhaltung uns eher unten hält, müde und schwer macht, kann ein guter Film uns beflügeln, erleichtern, aufwecken und uns körperlich energetisieren. Gute Filme können wie eine Art Therapie sein und zeigen Wirkungen auf Körper und Seele. Diese körperlich-seelischen Wirkungen hat jeder schon einmal erlebt, den ein Film gepackt und ergriffen hat.

Filme können uns zu Tränen rühren, uns wütend machen, traurig oder heiter stimmen, uns zum lachen bringen, uns sexuell erregen, uns Angst machen und erschrecken, uns ermutigen den eigenen Weg zu gehen, sie können uns auf den Magen schlagen und zu Herzen oder an die Nieren gehen und wie neueste wissenschaftliche Studien zeigen, erhöhen romantische Filme das weibliche Geschlechtshormon Progesteron, während Actionfilme den männlichen Testosteronspiegel in die Höhe treiben. Manche Filme sind wie Spiegel unserer Seele und unseres Geistes. Sie machen uns unsere existentiellen Ängste und Verzweiflungen bewusst, aber auch unsere Hoffnung und Zuversicht.

Der richtige Film zur richtigen Zeit kann mir helfen, mich ein Stück besser kennen zu lernen und unbewusstes bewusst zu machen. So vermag ein Film Hilfe zur Selbstwerdung und Individuation zu sein und mir zu zeigen, wer ich bin und wer ich womöglich noch sein könnte.

Damit diese heilsamen Wirkungen von Filmen  sich entfalten können, bedarf es wie beim bewußten Musikerleben der richtigen inneren Einstellung und der günstigen äußeren Bedingungen („Set und Setting“).

Das häusliche Wohnzimmer und der Fernsehapparat eignen sich nur schlecht für dieses Anliegen. Das Fernsehprogramm mit Werbeunterbrechungen ist völlig ungeeignet. Der Fernseher oft zu klein, der Ton zu dünn, so dass sich keine eindrückliche Wirkung entfalten kann.

Optimal ist der Kinosaal mit der großen Leinwand, dem satten Sound und den anderen Menschen, die mit dem gleichen Anliegen hier sind. Hier entsteht ein (morphogenetisches) Feld, in dem sich die therapeutische Wirkung von Filmen optimal entfalten kann.

Diese Raumbedingungen mit dem abgedunkelten Licht und dem Fokus auf die große Leinwand führen wie von selbst zu einer Art Alltagstrance, die unsere Aufmerksamkeit bündelt, so dass ein Film tief in uns eindringen und wirken kann. Diese äußeren Bedingungen helfen enorm, uns auf den Film einzulassen und ihn in uns einzulassen, so dass wie ein Teil des Filmes und der Handlung (Identifikation) werden können.

 

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